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Molly war ein Prager Rattler und unsere liebe alte Lady. Ihre Lebensgeschichte ist unter vielen Menschen bekannt geworden. Wir gedenken ihrer 22 Lebensjahre und lassen euch hier daran teilhaben.

Über unsere Molly:

Etwas über seinen Hund zu schreiben, ist meistens sehr einfach. Wenn dieser Hund für einen selbst etwas Besonderes war (und welcher Hund ist das für den Besitzer nicht), erst recht. Molly war aber weit mehr als „nur“ ein Hund: Sie war meine Familie, meine Freundin, meine Partnerin und vor allem meine Vertraute.

Molly war die Hündin meiner Oma und ich konnte dieses hypernervöse, geradezu hysterische Hundetier zunächst beim besten Willen nicht ausstehen. Aber das sollte sich bald ändern.
Molly war ein Prager-Rattler-Mädchen - wobei wir die Rasse nicht kannten, ebenso wenig wie ihr Alter. Laut Tierheim wurde Molly als Zwergpinscher mit einem Alter von vier Jahren geführt. Sie war als Welpe zusammen mit ihren acht Geschwistern gestohlen worden. Zwei von ihnen, die schokobraunes Fell hatten, wurden ertränkt aufgefunden und die vier verbliebenen Fellnasen nach Italien verfrachtet. Was mit den drei anderen Hündchen geschah, weiß man bis heute nicht.

Molly lebte einige Jahre auf den Straßen von Mailand, ernährte sich von Müll (teilweise gab es aber hier und da auch ein paar richtige Sachen, wie Wurst, Käse oder mal ein Stück Pizza), zog jeden Tag mehrere Kilometer durch die Stadt und lebte ihr Leben als Straßenhund - mit einem gebrochenen Hinterbein. So kam es, dass sie von einer Tierschutzorganisation beobachtet und nach einiger Zeit eingefangen und nach Deutschland gebracht wurde.
Molly wurde viermal zurück ins Tierheim gebracht. 2002 adoptierte meine Oma die kleine Hundedame, die allerdings noch lange keine Dame war.
Im Oktober 2007 aber verstarb meine Oma unerwartet und Molly, die daraufhin zwei Wochen lang bei meiner Tante und ihrer Freundin lebte und sich mit deren Hündin Maxi nicht verstand, drohte wieder ein Leben im Tierheim. Nach reiflicher Überlegung nahm ich das schwarze Fellbündel am 15. Oktober 2007 zu mir. Ich lebte alleine in einer 77 qm-Wohnung und hinter unserem Mehrfamilienhaus war eine große Wiese. Jeden Tag ging ich mit Molly auf diese Grünfläche und scheuchte sie geradezu hin und her, zwei Stunden täglich. Dieses Therapieprogramm trug nach 10 Tagen Früchte, Molly wurde tatsächlich ruhiger. Aus der neurotischen Minizicke wurde eine sensible und zärtliche Hundedame. Sie war eigenwillig, manchmal störrisch, aber immer lieb. So kam es, dass sie mir immer mehr und mehr ans Herz wuchs. Bekanntschaften kamen und gingen, aber Molly hielt mir die Ehre, denn uns gab es nur noch im Doppelpack. Molly überstand vier Umzüge in drei verschiedene Bundesländer, nämlich von Rheinland-Pfalz nach Brandenburg und von Brandenburg nach Nordrhein-Westfalen. Als ich noch in Brandenburg lebte, lernte ich meine (damals noch zukünftige) Frau Meike kennen, die in Hattingen wohnte. Als sie mich in dem kleinen Dörfchen „Töpchin“ in Mittenwalde (Landkreis Dahme-Spreewald) besuchte, war sie Molly auf den ersten Blick total verfallen. Logisch, dass die Hundedame 2012 mit nach Hattingen zog. Im März 2013 bekamen wir noch zwei Jungs dazu, nämlich Happy und Humphrey, die neben Hercules für diese Internetseite als Model fungieren.

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